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Kommentare   

-1 #22 Mediziner 2018-10-05 10:59
Antwort des Autors, Prof. Volkmar Lent:
"Die beanstandete Behandlung wurde von zwei erfahrenen, mit der perkutanen Litholapaxie seit mehreren Jahrzehnten vertrauten Gutachtern unabhängig von einander beurteilt. Hierbei waren als Kriterien die Einhaltung des fachärztlichen Standards und der erforderlichen Sorgfalt zu berücksichitgen.

Wenn bei der beanstandeten Operation durch die dazugehörige Sonographie die Freilage der Niere überprüft wurde (?), so lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb es zu der Verletzung des Dickdarms gekommen ist. Einschränkungen der Erkennbarkeit z. B. durch andere Erkrankungen oder durch frühere Operationen bestanden offensichtlich nicht. Da die Freilage der Niere wie auch deren Beziehung zum Dickdarm bei fehlenden Einschränkungen als wesentliche Voraussetzungen des Eingriffes durch die Sonographie deutlich darstellbar sind, gehört es zu der fachärztlichen Sorgfalt, die getroffenen Maßnahmen der gebotenen Eingriffssicherung im Interesse des Patienten wie auch des Operateurs zu dokumentieren (BGB § 630 f)."

zitiere Mediziner:
Zur Begutachtung der Dickdarmverletzung von Herrn Lent ist festzustellen, dass die Feststellung eines Befunderhebungsmangels in diesem Zusammenhang und Wertung als Behandlungsfehler schlicht darauf schließen lässt, dass der Gutachter weit entfernt von der klinischen Realität begutachtet. Es ist doch vollkommen klar, dass bei einer Sonografie bei einer PCNL beurteilt wird, ob die Niere frei liegt - auch wenn das nicht wörtlich im OP-Bericht steht. Interessant zu wissen wäre, wann der Gutachter zuletzt einen derartigen Eingriff durchgeführt hat, dies muss schon lange her sein.

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich den Beitrag "Aus Fehlern lernen: Dickdarmverletzung bei perkutaner Litholapaxie" in UroForum 9/2018": uroforum.de/.../file ]
+1 #21 Mediziner 2018-10-01 19:33
Zur Begutachtung der Dickdarmverletzung von Herrn Lent ist festzustellen, dass die Feststellung eines Befunderhebungsmangels in diesem Zusammenhang und Wertung als Behandlungsfehler schlicht darauf schließen lässt, dass der Gutachter weit entfernt von der klinischen Realität begutachtet. Es ist doch vollkommen klar, dass bei einer Sonografie bei einer PCNL beurteilt wird, ob die Niere frei liegt - auch wenn das nicht wörtlich im OP-Bericht steht. Interessant zu wissen wäre, wann der Gutachter zuletzt einen derartigen Eingriff durchgeführt hat, dies muss schon lange her sein.

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich den Beitrag "Aus Fehlern lernen: Dickdarmverletzung bei perkutaner Litholapaxie" in UroForum 9/2018": uroforum.de/.../file ]
0 #20 Dr. Osama Shahin 2018-07-19 17:55
Die fokale Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms (Gruppe > 1) soll als neue alternative Behandlung ausschliesslich unter Studienbedinungen angeboten werden.

Nur so darf dem Patienten eine experimentelle Therapie angeboten werden ohne falsche Hoffnungen zu wecken. Wer die fokale Therapie ausserhalb von Studien anbietet, handelt nach meiner Sicht ethisch fragwürdig.

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich den Beitrag "Die fokale PCa-Therapie lohnt sich" in UroForum 7-8/2018": www.uroforum.de/.../file ]
0 #19 Mediziner 2018-07-12 14:15
Endlich aufwachen!
Es ist so offensichtlich, dass man sich verwundert die Augen reibt. Die digital aufgeschlossenen Urologen befassen sich viel mit moderner Informationstechnologie, führen Neuerungen in Praxis und Klinik ein und zeigen sich experimentierfreudig. Dieser Teil der Fachgruppe hat genug Fantasie, um sich digitale Verwerfungen in der Honorarstruktur vorstellen zu können. Sie wollen dagegen etwas tun und die Kontrolle behalten.
Aber leider gibt es auch den strukturkonservativen Teil der Urologen, die Fax-Geräte meinen, wenn sie moderne Technik sagen. Sie leben mit dem Honorar-Frust in der Praxis oder der Arbeitsverdichtung im DRG-Zeitalter der Krankenhäuser. Diese IT-Agnostiker glauben, dass sie die ärztliche Kunst auch ohne Digitalisierung in die Zukunft retten können. Das Rettungsboot aber hat etliche Löcher und wird bald untergehen, wenn man sich nicht endlich auf den digitalen Wandel im Arztberuf einstellt.
Wie sagte die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt immer so gerne: "Anders wäre nämlich schlecht ...!"

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich den Beitrag "Digitalisierung im Gesundheitswesen: Trotz vieler Initiativen herrscht digitale Flaute" in UroForum 4/2018": uroforum.de/.../file ]
0 #18 S. Tapken 2018-06-13 16:17
Diese Frage sollte differenzierter gestellt werden. Zur Verlaufskontrolle und Verordnungsfragen findet dies schon statt, zur Einschätzung eines Krankheitsbildes gefahrenvoll, eine Interaktion mit Skype-ähnlicher Plattform ist möglich, wenn es um Zweitmeinungen geht.

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf die Frage des Monats Juni: "Halten Sie Fernbehandlung in der urologischen Praxis für sinnvoll?":
uroforum.de/.../... ]
0 #17 Franz-Günter Runkel 2018-06-05 14:42
Zu viele Widersprüche in den Tookad-Studien
Die EMA-Einschätzung der Tookad-Therapie ist sicher positiv und zweifelsohne handelt es sich um eine Behandlung mit großem Zukunftspotenzial. Wie die von Prof. Schostak angeführte Studie zeigt, sind die Tookad-Ergebnisse bislang aber noch zu widersprüchlich, um eine klare Bewertung abgeben zu können. Insofern braucht es für Tookad wie für die gesamze fokale Therapie mehr validierte und aussagekräftige Studien. Dann werden solche Dieskussionen vielleicht bald der Vergangenheit angehören.





zitiere Dr. O. Savov:
Zur Publikation "Sind PSMA-PET und fokale PCa-Therapie die Zukunft ?" darf ich die Meinung von EMA über TOKAAD zitieren. Die Authorisierung von TOKAAD in Europa seit 27.11.2017 spricht nicht unbedingt für "schlechte Ergebnisse", wie in Ihrer Publikation erwähnt. Für die TOKAAD-Therapie liegen die publizierten Resultate der einzigen RCT vor, im Vergleich zu den 6 Rest-Energieformen der FT. An dieser s.g. Emberton-Studie haben wir in Nürnberg teilgenommen.

"Gute" RTC-Daten erwarten wir weiterhin vom Focal One HIFU, Ablatherm.
ema.europa.eu/.../...

Ebenfalls ist es zu verweisen auf die Daten der FT-Sitzung im Rahmen des diesjährigen EAU-Kongresses. Sie wurde moderiert von den Professoren M. Wirth und F. Montorsi.
Mit herzlichem Dank für Ihre exzellente Arbeit und Mühe
Savov/Nürnberg

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf UroForum 5/2018, S. 39: "DKK 2018: Sind PSMA-PET und fokale PCa-Therapie die Zukunft?":
smarticle.com/.../... ]
0 #16 Dr. O. Savov 2018-05-18 17:00
Zur Publikation "Sind PSMA-PET und fokale PCa-Therapie die Zukunft ?" darf ich die Meinung von EMA über TOKAAD zitieren. Die Authorisierung von TOKAAD in Europa seit 27.11.2017 spricht nicht unbedingt für "schlechte Ergebnisse", wie in Ihrer Publikation erwähnt. Für die TOKAAD-Therapie liegen die publizierten Resultate der einzigen RCT vor, im Vergleich zu den 6 Rest-Energieformen der FT. An dieser s.g. Emberton-Studie haben wir in Nürnberg teilgenommen.

"Gute" RTC-Daten erwarten wir weiterhin vom Focal One HIFU, Ablatherm.
ema.europa.eu/.../...

Ebenfalls ist es zu verweisen auf die Daten der FT-Sitzung im Rahmen des diesjährigen EAU-Kongresses. Sie wurde moderiert von den Professoren M. Wirth und F. Montorsi.
Mit herzlichem Dank für Ihre exzellente Arbeit und Mühe
Savov/Nürnberg

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf UroForum 5/2018, S. 39: "DKK 2018: Sind PSMA-PET und fokale PCa-Therapie die Zukunft?":
smarticle.com/.../... ]
0 #15 Dr. Gert Fröhlich 2018-04-30 11:58
Zum Thema Musterweiterbildungsordnung gäbe es viel zu sagen: Wenn Hakenberg feststellt, "dass der Facharzt den Nachwuchs so ausbilden soll, dass er in der Niederlassung zurechtkommt“, dann ist da ein Haken an der Sache. Niemand kann einen niedergelassenen Urologen dann daran hindern, als Belegarzt Operationen durchzuführen, denen er eigentlich nicht gewachsen ist.
Ehrlicher wäre es, zwei Fachärzte einzuführen: den Praxisurologen und den operierenden Urologen (evtl.als Zusatzausbildung). Das wäre doch mal eine Anregung?

Der Passus "Alle Weiterbildungsstätten müssen unbedingt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sowohl die Weiterbildungsbefugten wie auch die Ärzte ausreichend Zeit für die Weiterbildung haben“ ist ein Hohn. Schon für die Routinetätigkeit ist zu wenig Zeit vorhanden. Niemand fühlt sich für die Weiterbildung im Krankenhaus zuständig. Dabei kostet die Lehrtätigkeit für die Weiterbildung besonders in den operierenden Fächern viel Zeit. In keinem Arztvertrag, ob für Lehrenden oder Lernenden, ist Zeit für die Weiterbildung vorgesehen. Die Krankenkassen lehnen ein Zeitkontingent für die Ausbildung sogar explizit ab, da die Weiterbildung nicht in ihren Aufgabenbereich fällt.
Es gibt viel zu tun für BVU und DGU!

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf UroForum 5/2018, S. 8: "Thema des Monats: Die Novellierung der MWBO – ‚Die BÄK-Kommission funktioniert wir ein Basar‘":
www.smarticle.com/.../186 ]
0 #14 Dr. J.Z., Leverkusen 2018-04-11 11:55
Die Department-Struktur mit einem Spezialisten an der Spitze bedeutet mit Sicherheit nicht den Untergang des Fachs. Der Spezialist muss aber über die entsprechende Führungskompetenz verfügen. Das traue ich Schlomm durchaus zu!

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf UroForum 4/2018, S. 10: "Führungswechsel an der Charité: Schlomm setzt auf ein Department-System": www.smarticle.com/.../134 ]
0 #13 Franz-Günter Runkel 2018-02-22 15:11
Prof. Thorsten Schlomm ist neuer Direktor der Klinik für Urologie an der Charite

Prof. Thorsten Schlomm übernimmt die W3-Professur auf Lebenszeit für Urologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Mit der Professur ist auch die Leitung der Klinik für Urologie am Campus Charité Mitte und Campus Benjamin Franklin verbunden. Er löst damit den emeritierten Prof. Kurt Miller ab, der der Klinik jedoch als Senior Consultant für Urologie erhalten bleiben wird. Schlomm hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der urologischen Klinik hochspezialisierte Zentren für die einzelnen Krankheitsbilder zu etablieren. Damit will er die Behandlungsqualität für die Patienten und gleichzeitig die Ausbildung der Ärzte weiter verbessern.

Schlomm war bisher leitender Arzt und wissenschaftlicher Direktor der Martini-Klinik am Prostatakarzinomzentrum in Hamburg-Eppendorf (UKE) und Sektionsleiter an der Klinik und Poliklinik für Urologie des UKEs. Sein Medizinstudium hat er an der Georg-August-Universität Göttingen absolviert. Die Qualifizierung für die Urologie konnte Schlomm am UKE und verschiedenen Stationen in den USA erlangen.

[Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich auf UroForum 4/2018, S. 10: "Führungswechsel an der Charité: Schlomm setzt auf ein Department-System": uroforum.de/.../UF4-18_Thema-des-Monats-online.pdf ]

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