Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich auf verschiedene Anpassungen in der Onkologie-Vereinbarung für 2020 geeinigt.

Künftig kann der Urologe nach KBV-Angaben bei einem Patienten im Quartal (Behandlungsfall) entweder nur die Kostenpauschale 86520 für die orale Tumortherapie oder die Kostenpauschale 86518 für die Palliativversorgung berechnen. Die Abrechnung beider Pauschalen im gleichen Behandlungsfall ist ausgeschlossen. Diese Änderung erfolgt, da die Berechnung der Kostenpauschale 86518 für die Palliativversorgung den Abschluss einer Tumortherapie voraussetzt.

Weiterhin wird in der gesamten Onkologie-Vereinbarung der Begriff „zytostatische Tumortherapie“ durch „medikamentöse Tumortherapie“ ersetzt und eine entsprechende Definition aufgenommen (§ 4). Damit wird die Onkologie-Vereinbarung an den Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik angepasst. Die medikamentöse Tumortherapie umfasst neben unspezifisch zytostatisch wirksamen Medikamenten auch neue Medikamente der Krebsimmuntherapie.

Darüber hinaus haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband auf Fristverlängerungen geeinigt. Die Fristen zur EDV-Dokumentation sowie in den Protokollnotizen zum Anhang 2 (Erstellung einer Medikamentenliste für die Kostenpauschale 86516) werden jeweils um ein weiteres Jahr verlängert. Die Frist in der Protokollnotiz, die eine Überprüfung der Bewertung der Kostenpauschale 86520 bis zum 30. Juni 2020 vorsieht, bleibt bestehen.

Quelle: KBV
Bild: Chinnapong – stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare