Aus UroForum 9-21

Stephanie Wiege

Zur Risikoaufklärung – Es macht einen Unterschied, ob es bei einer Operation unbeabsichtigt zu einer Verletzung von Blutgefäßen kommt oder diese gezielt (im Sinne einer Eingriffserweiterung) erfolgt. Nach gefestigter Rechtsprechung haftet ein Arzt für alle den Gesundheitszustand des Patienten betreffenden nachteiligen Folgen, wenn der Eingriff nicht durch eine wirksame Einwilligung gedeckt und damit rechtswidrig ist. Eine wirksame Einwilligung setzt dessen ordnungsgemäße Aufklärung voraus. Hierbei ist nach einer Entscheidung des OLG Koblenz vom 17.03.2021 (Az. 5 U 1651/19) neben der Angabe des Operationsziels (hier: Entfernung von Metastasen der Nebennieren und befallenen Lymphknoten) auch die Information des Patienten erforderlich, wenn die Entfernung und Ligatur einer der Hauptschlagadern einen wahrscheinlichen Verlauf der Operation darstellt.

Zu sehen ist ein Comic von Arzthänden, die etwas auf einem Klemmbrett notieren. Bildunterschrift: Risikoaufklärung: Ein Patient sollte über das Operationsziel hinaus auch über die mögliche Entfernung von Blutgefäßen informiert werden, wenn das einen wahrscheinlichen der Operation darstellt. (Symbolbild © burnhead – stock.adobe.com)
Risikoaufklärung: Ein Patient sollte über das Operationsziel hinaus auch über die mögliche Entfernung von Blutgefäßen informiert werden, wenn das einen wahrscheinlichen der Operation darstellt. (Symbolbild © burnhead – stock.adobe.com)

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