Rund 87.600 Euro verdienen angestellte Fachärzte in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren im Schnitt. Da es exklusive Tarifverträge für diesen Sektor bislang nicht gibt, hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut DocCheck Research eine Befragung durchgeführt. Insgesamt 700 ambulant angestellte Humanmediziner haben Fragen rund um das Gehalt und das Arbeitsumfeld beantwortet.

Was verdienen angestellte Fachärzte im Schnitt? Die Apo-Bank fragte nach und veröffentlichte nun konkrete Zahlen. (Foto: Adobe/Stock)

Fachärzte verdienen pro Jahr im Durchschnitt rund 15 % mehr Gehalt als Hausärzte. Die mittleren Einkommen variieren zwischen 65.000 und 102.600 Euro. Vereinzelt wurden auch Gehälter bis zu 158.900 Euro genannt. „Ein Grund für die großen Gehaltsunterschiede bei Fachärzten ist sicherlich die Tatsache, dass die verschiedenen Fachrichtungen unterschiedlich hohe Abrechnungsmöglichkeiten haben. Insbesondere technikintensive Leistungen, die zum Beispiel Augenärzte, Urologen und Chirurgen erbringen, profitieren davon, was sich dann am Ende auch im Gehalt der Angestellten widerspiegelt“, sagt Ramona Krupp, Referentin im Bereich Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank.

Etwa 36 % der Fachärzte erhalten eine Umsatzbeteiligung. Ein Vergleich der Einrichtungen zeigt, dass in MVZ höhere Gehälter gezahlt werden als in den Praxen – und das unabhängig vom Vergütungsmodell. Interessant ist auch, dass die in der ambulanten Versorgung angestellten Ärztinnen im Durchschnitt 18 % weniger Gehalt erhalten als ihre männlichen Kollegen.

Quelle: Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

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