Die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) wirbt für die Rekrutierung von Patienten für eine Studie zur Therapie des nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom (AB 40/11 der AUO). Es geht um eine Phase-III-Wirksamkeitsstudie zur intravesikalen Instillation von Mistel-Extrakt.

Eine sofortige postoperative Installation einer Chemotherapie senkt das Rezidivrisiko laut AUO um ca. 12 % und sei für Patienten der Niedrig-Risikogruppe ausreichend. Für Patienten in der intermediären Risikogruppe werden hingegen weitere Blaseninstillationen empfohlen. Allerdings gibt es laut AUO keine klare Empfehlung für die Wahl des Medikaments, die optimale Dosierung sowie die Dauer der adjuvanten Behandlung.

Erste Untersuchungen zum Einsatz eines Mistel-Extrakts ergaben Hinweise darauf, dass die Therapie mit Mistel-Extrakt eine vergleichbare Wirksamkeit bei möglicherweise geringeren Nebenwirkungen haben könnte, so die AUO. Deshalb soll dieser Therapieansatz in einer klinischen Phase-III-Studie im 2-stufigen adaptiven Design geprüft werden. „Hauptstudienziel ist dabei die Zeit bis zum Tumorrezidiv. Nebenziele sind die Sicherheit und Verträglichkeit der Therapie, die Wahrscheinlichkeit für Rezidiv und Progression nach einem Jahr, das Tumor-Grading sowie die Lebensqualität“, teilt die AUO mit.

Es handelt sich um eine prospektive, multizentrische, offene, zweiarmige, randomisierte Studie, die an gut 30 Zentren in Deutschland und einem Zentrum in Kairo durchgeführt wird. Es sollen insgesamt 546 Patienten eingeschlossen werden.

Quelle: AUO
Bild: AdobeStock_74614598_Comugnero Silvana

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