Die SEAL 2-Studie der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) ist eine prospektiv randomisierte Studie zum Vergleich einer ausgedehnten mit einer eingeschränkten pelvinen Lymphadenektomie im Rahmen der radikalen Prostatektomie (AP 77/13 der AUO).

„Der Stellenwert der pelvinen Lympadenektomie (LA) im Rahmen der radikalen Prostatektomie (rPE) wird in der Literatur noch immer kontrovers diskutiert. Es fehlen valide Daten zum Einfluss der Ausdehnung der LA auf die weitere Prognose der Patienten. Die vorliegende Studie soll zu dieser Fragestellung Daten bereitstellen“, erläutert die AUO ihr Projekt.

Im Rahmen der SEAL-2-Studie werden Patienten mit einem Prostatakarzinom (intermediate oder high risk) in zwei Gruppen randomisiert. In Arm 1 erhalten die Patienten im Rahmen der rPE eine limitierte Lymphadenektomie, die sich auf die Fossa obturatoria beschränkt. In Arm 2 erhalten die Patienten eine ausgedehnte LA, die neben der Fossa obturatoria folgende Erweiterungen enthält: Nach dorsal bis unter den nervus obturatorius und arteria/vena obturatoria sowie entlang der arteria/vena iliaca interna und nach kranial bis zur Aortenbifurkation.

Hauptziel der Studie sei laut AUO das Gesamtüberleben (OS) nach zehn Jahren. Als Nebenziele werden tumorspezifisches Überleben, PSA-Rezidivfreiheit, metastasenfreies Überleben und Morbidität nach LA bewertet. Ein Biomarkerprogramm mit Untersuchung der Gewebeproben werde der Studie angeschlossen.

Quelle: AUO
Grafik: AUO

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare