Wartezimmer als Symbolbild

Die Bundesärztekammer hat ein Konzeptpapier vorgelegt, wie der Einfluss von fachfremden Finanzinvestoren in die ambulante Gesundheitsversorgung eingedämmt werden könnte. Denn Finanzinvestoren wie Private Equity Gesellschaften nutzen nach Darstellung der BÄK medizinische Versorgungszentren (MVZ) zunehmend als attraktive Kapitalanlage. „Maximale Renditen können zum Beispiel durch eine Fokussierung auf besonders lukrative Leistungen, durch die Ansiedlung in gut situierten Stadtteilen und durch Monopol- und Oligopolbildungen erzielt werden. Ärztinnen und Ärzte können in Konfliktsituationen geraten, wenn Investoren versuchen, Einfluss auf die Indikationsstellung und andere medizinische Entscheidungen zu nehmen – auf Kosten der ärztlichen Unabhängigkeit und der Patientensicherheit“, befürchtet die Kammer.

Finanzinvestoren: Eine Beschneidung ärztlicher Freiheit befürchtet die Bundesärztekammer in Private Equity-finanzierten MVZs. (Foto: adobestock © M.Dörr & M.Frommherz)
Einfluss von Finanzinvestoren beschränken: Eine Beschneidung ärztlicher Freiheit befürchtet die Bundesärztekammer in Private Equity-finanzierten MVZs. (Foto: adobestock © M.Dörr & M.Frommherz)

Die Bundesärztekammer sieht hier dringenden Handlungsbedarf und hat daher den Regelungsbedarf für eine Begrenzung des Betriebs von MVZ durch fachfremde Finanzinvestoren und zur Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und umfassenden ambulanten Versorgung analysiert und konkrete Vorschläge für den Gesetzgeber erarbeitet. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat gleichfalls Vorschläge gegen den Einfluss von Kapitalgesellschaften auf MVZs angekündigt.

Quelle: Bundesärztekammer (>>zur Pressemitteilung)

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