Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) hat mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl 2021 eine Plakatkampagne in den Gesundheitseinrichtungen der Ärzte in Klinik und Praxis gestartet. Das Motto: „Kein Blatt vor den Mund – Für die ärztliche Freiberuflichkeit als Garant für Patientenschutz und eine am Gemeinwohl ausgerichtete ärztliche Berufsausübung“.

Die Dynamik und der Verlauf der weltweiten Corona-Pandemie haben nach SpiFa-Darstellung verdeutlicht, wie wichtig ein gutes und vor allem funktionierendes Gesundheitssystem für eine Gesellschaft und so auch die Bevölkerung Deutschlands ist. 19 von 20 Corona-Patienten seien in der ambulanten Versorgungsebene in Zusammenarbeit von Fachärzten in Klinik und Praxis und den hausärztlich tätigen Ärzten behandelt worden.

Abb: SpiFa-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Heinrich auf einem Plakat des Verbands zur Bundestagswahl. (Quelle: SpiFa)

Der SpiFa hat mit seinem Grundsatzprogramm – „Facharzt 2025. Gemeinsam in Klinik und Praxis.“ Zehn Forderungen für ein „gutes und besser werdendes Gesundheitssystem von Morgen“ vorgelegt. Neben dem Erhalt des freien Berufes spielen die wirtschaftliche Unabhängigkeit angestellter Ärztinnen und Ärzte, die Überwindung der Sektorengrenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und eine am Patientenwohl orientierte Vergütung der ärztlichen Tätigkeit maßgebliche Rollen im Konzept des Spitzenverbands.

Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa, stellte zum Start der Kampagne zur Bundestagswahl 2021 fest: „Der freie Beruf Arzt hat einen klaren Anspruch auf eine Gebührenordnung (GOÄ). Wir fordern von der Politik, nicht nur die Unterstützung bei der Umsetzung dieser Gebührenordnung, sondern ein klares Bekenntnis zur Selbstverwaltung und zur ärztlichen Freiberuflichkeit. Mit unserer heute anlaufenden Kampagne zur Bundestagswahl 2021 wollen wir hierauf informieren und aufmerksam machen.“

Wie SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars Lindemann ergänzte, bezieht der Verband ausdrücklich auch die Fachärzte der Bundeswehr ein, die derzeitig von einer völlig fehlgeleiten Reformidee des Bundesverteidigungsministeriums betroffen seien. Die Kampagne des SpiFa zur Bundestagswahl 2021 ist gemeinsam mit seinen 34 Mitgliedsverbänden und rund 160.000 Fachärztinnen und Fachärzten in Klinik und Praxis entstanden. Der SpiFa möchte damit seine Positionen und Forderungen an die Parteien hinsichtlich des freien Arztberufes im Gesamtumfeld des Gesundheitswesens darstellen und auch deutlich vermitteln, dass es eben mehr als ein Beruf, sondern eine Berufung ist, Arzt zu sein.

Quelle: Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (>>zur Hompage)

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