In einem Rundschreiben an die Mitglieder des Berufsverbands hat BvDU-Präsident Dr. Axel Schroeder seinen Rücktritt im Rahmen der Mitgliederversammlung des Berufsverbands der Deutschen Urologen in Stuttgart angekündigt. Die Versammlung findet während der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie in der Stuttgarter Messe statt.

„Nach all den Jahren kommt der Zeitpunkt Bilanz zu ziehen, zu prüfen wie es im Berufsverband inhaltlich und auch personell weitergeht und die Führung des Verbandes der jüngeren Generation zu übergeben“, schreibt Schroeder in dem dreiseitigen Brief. 2020 konnten weder die ordentliche Mitgliederversammlung noch die nach Berlin verlegte Versammlung stattfinden.

„Deshalb bietet sich der Zeitpunkt an, auch schon ein Jahr früher das Amt des Präsidenten/ der Präsidentin neu zu wählen. Damit bietet sich 2021 in Stuttgart die Möglichkeit, ein komplett neues Präsidium – bestenfalls ein Team – mit der Verantwortung und Führung des Berufsverbandes starten zu lassen. Mit meinem vorzeitigen Rücktritt möchte ich den Wechsel im Präsidium einleiten, um den Verband mittel- und langfristig zukunftsfähig zu machen“, teilt Schroeder mit. Man sei zurzeit im Hauptausschuss dabei, die entsprechenden Vorbereitungen für die Neuwahl zu treffen.

Nach internen Informationen von UroForum soll der Hauptausschuss des BvDU Schroeder jedoch zuvor ultimativ zum Rücktritt aufgefordert haben. Im Fokus der Auseinandersetzungen steht nach Informationen von UroForum das Verhältnis zum Spitzenverband Fachärzte Deutschland und seinen diversen Tochterunternehmen. Näheres wurde bislang nicht bekannt. Wie der Ärztenachrichtendienst AEND heute berichtete, haben sowohl Schroeder als auch Dr. Peter Kollenbach, Sprecher des Hauptausschusses, eine Stellungnahme zu den Ereignissen im Verband abgelehnt. (fgr)

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