Protestplakat

„Die Streichung der Neupatientenvergütung bringt das Fass zum Überlaufen. Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung fährt die Versorgung der Vertragsärztinnen und Vertragsärzte endgültig an die Wand und weist den Weg in eine katastrophale weitere Entwicklung“, stellt der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) in einer Pressemitteilung fest.

Mit Plakaten wie diesem protestieren die Urologinnen und Urologen gegen die Berliner Sparpolitik. (Quelle: BvDU)
Bundesweiter Protesttag: Mit Plakaten wie diesem protestieren die Urologinnen und Urologen gegen die Berliner Sparpolitik. (Quelle: BvDU)

Vor dem Hintergrund der Streichung der Neupatientenvergütung fordert der BvDU angesichts explodierender Energiekosten, auch in den Praxen, und steigenden Ausgaben eine Anpassung des Orientierungswertes um 8 %, einen Inflationsausgleich auch für Niedergelassene und die Aufhebung der Budgetierung von Leistungen. „Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung forciert Praxissterben und bringt die Versorgung der Patienten in akute Gefahr!“

Protesttag ringt um Aufmerksamkeit

Zusammen mit weiteren Verbänden und Akteuren findet am 7. Dezember (in Hessen zusätzlich auch am 30.11.) ein Aktionstag statt, um auf die nach Einschätzung des BvDU „prekäre Lage der Ärztinnen und Ärzte“ aufmerksam zu machen und Patientinnen und Patienten aufzuzeigen, wie sich ihre Versorgung dramatisch verschlechtern würde, wenn weiter Praxen aufgegeben würden. Urologische Praxen wurden seitens des BvDU mit Informationen und zahlreichen Materialien unterstützt. „Mit Postern für das Wartezimmer sowie Handzetteln sollen Patientinnen und Patienten informiert werden, welche elementare Bedeutung die flächendeckende, ambulante und wohnortnahe medizinische Versorgung für sie hat. Patientinnen und Patienten werden gebeten, den Protest zu unterstützen, indem sie sich an ihre Bundestags-Wahlkreisabgeordneten wenden“, schreibt der Berufsverband.

Unter anderem in Hessen und Brandenburg sollen Kundgebungen mit Protesten gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung stattfinden. In Hessen wollen zahlreiche Berufsverbände, inklusive den Kinder- und Hausärzten, die Proteste am 30.11. und 07.12.2022 mittragen. In den einzelnen Bundesländern gestalten sich die Aktionen lokal unterschiedlich: sie reichen von der Information der Patientinnen und Patienten durch die Praxen und dem Aufruf, sich an deren Bundestags-Wahlkreisabgeordnete zu wenden, bis zu Kundgebungen und Protesten.

Auf der Seite des Berufsverbandes der Deutschen Urologen finden Urologinnen und Urologen (>>zur Homepage) alle Informationen und Info- Materialien.

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