Stereotaktische Radiotherapie in Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren oder zielgerichteter Therapie ist für Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (RCC) vorteilhaft und nicht toxischer. Wie S.G.C. Kroeze und Kollegen im British Journal of Urology feststellten, erreichen Patienten mit oligometastatischer Erkrankung ein günstiges Gesamtüberleben und progressionsfreies Überleben.

„Gleichzeitige lokale Radiotherapie kann den systemischen Therapiewechsel bei diesen Patienten verzögern“, unterstreichen Kroeze et al. Das mittlere Follow-up betrug zwölf Monate, die durchschnittliche Dauer bis zum systemischen Therapiewechsel 14 Monate. Nach einem Jahr ermittelten die Forscher eine lokale Kontrollrate von 75% und eine PFS-Rate von 25%. Für die zielgerichtete vs. Immuntherapie wurde kein signifikanter Unterschied beim OS (p=0,329) und PFS (p=0,1) beobachtet. Das Vorliegen einer oligometastatischen Erkrankung, die mit stereotaktischer Radiotherapie behandelt wurde, verbesserte das PFS (HR 0,34; p=0,003) deutlich.

Quelle: Kroeze SGC, Fritz C, Schaule J, Siva S, Kahl KH, Sundahl N, Blanck O, Kaul D, Adebahr S, Verhoeff JJC, Skazikis G, Roeder F, Geier M, Eckert F, Guckenberger M. Stereotactic radiotherapy combined with immune- or targeted therapy for metastatic renal cell carcinoma. BJU Int. 2020 Oct 28 [Epub ahead of print]. doi: 10.1111/bju.15284. PMID: 33113260Bild:

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