In einer der bislang größten internationalen Beobachtungsstudien konnte das Forschungsnetzwerk COVIDSurg herausfinden, dass elektive Operationen von auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Personen um mindestens sieben Wochen aufgeschoben werden sollten, um das postoperative Sterblichkeitsrisiko zu senken.

Operationen, die bis zu sechs Wochen nach einer Infektion mit dem Coronavirus erfolgen, sind mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Das zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie des Forschungsnetzwerks COVIDSurg, die aktuell in der Fachzeitschrift Anaesthesia erschienen sind (>>zur Studie). Demnach liegt bei Patientinnen und Patienten mit positivem Coronavirus-Testbefund während dieses Zeitraums ein mehr als zweieinhalbfach erhöhtes Risiko vor, in Folge einer Operation zu versterben – unabhängig von einer anhaltenden Erkrankungssymptomatik.

Für die prospektive Studie hat das Forschungsteam unter der Leitung der Universität Birmingham Daten von 140.727 Personen aus 1.674 Kliniken in insgesamt 116 Ländern erhoben und ausgewertet.

Quelle: COVIDSurg Collaborative. Timing of surgery following SARS-CoV-2 infection: an international prospective cohort study. Anaesthesia. 2021.

Zu sehen ist ein Symbolbild, dass eine Entscheidungssituation darstellt, etwas jetzt oder später zu machen. Zu sehen sind zwei Beine mit reoten Sportschuhen, die auf zwei Kreidepfeilen stehen. Die Pfeile sind mit "NOW" und "LATER" beschriftet. Bildunterschrift: Lieber warten: Nach einer Covid-19-Infektion sollten Operationen, wenn möglich, um mindestens sieben Wochen aufgeschoben werden. (Bild: Adobe/Stock)
Abb.: Lieber warten: Nach einer Covid-19-Infektion sollten Operationen, wenn möglich, um mindestens sieben Wochen aufgeschoben werden. (Bild: Adobe/Stock)

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