Eine diagnostische Strahlenbelastung unterhalb der Taille kann das Risiko für Keimzelltumoren des Hodens (TGCTs) erhöhen. Das stellten K.T. Nead und Kollegen in PLoS One fest. Falls die Daten durch weitere Studien bestätigt werden, fordern die Autoren eine Priorisierung der Reduktion der Strahlendosen für die Hoden.

In den vergangenen 40 Jahren habe sich die Inzidenz von Hodenkrebs verdoppelt, und der Einsatz diagnostischer Strahlung sei um das 20-fache gestiegen. Das Risiko für Hodentumoren war bei Männern, die sich dreimal oder öfter einer Röntgenaufnahme und CT-Untersuchungen unterzogen hatten, fast doppelt so hoch wie bei Männern, die sich keiner diagnostischen Strahlung unterzogen hatten.

Es handelte sich um eine Fall-Kontroll-Studie mit 315 Hodentumorpatienten sowie 931 Kontrollpersonen. Im Laufe der Studie wurde die Exposition gegenüber diagnostischer Strahlung wie CT-Scans, Röntgenstrahlen und Bariumeinläufen mittels umfragebasierter Analysen ermittelt.

Abb. Adobe Stock

Quelle: Nead KT, Mitra N, Weathers B, Pyle L, Emechebe N, Pucci DA, Jacobs LA, Vaughn DJ, Nathanson KL, Kanetsky PA. Lower abdominal and pelvic radiation and testicular germ cell tumor risk. PLoS One. 2020;15(11):e0239321. doi: 10.1371/journal.pone.0239321. PMID: 33175879

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare