Als Anerkennung für sein urologisches Lebenswerk hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie die Maximilian-Nitze-Medaille an Prof. Paolo Fornara verliehen. DGU-Präsident Prof. Jens Rassweiler nahm die Ehrung während der Eröffnungsveranstaltung des 72. DGU-Kongresses in Leipzig vor.

Fornara, temperamentvolles Urgestein der Urologie, wurde 1955 als Sohn eines Offiziers in Rom geboren. Nach seinem Studium und ersten beruflichen Stationen in Italien kam er als Chirurg nach München, wo er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität für den Wechsel in die Urologie entschied. Nach einer längeren Tätigkeit als Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie an der Universität zu Lübeck erhielt er einen Ruf auf die C4-Professur für Urologie der Universität Halle-Wittenberg. Seit 2000 leitet er die Klinik als ihr Direktor.

2018 war Fornara Präsident der DGU und sorgte mit einem Vorstoß in der Organspende-Gesetzgebung für bundesweites Aufsehen. Von 2001 bis 2004 war Fornara Vorstandsmitglied der DGU und setzte sich für den Verbleib der Nierentransplantation in der Urologie ein. Seit 2007 ist der Nitze-Medaillenträger Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer. Fornara wird 2021 emeritiert.

Prof. Paolo Fornara erhielt die Maximilian-Nitze-Medaille der DGU für sein urologisches Lebenswerk. Foto: privat

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare