Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. hat am Montag Abend einstimmig beschlossen, den 72. DGU-Kongress in Leipzig aufgrund der Coronavirus-Pandemie abzusagen.

„Lange Zeit hatten wir gehofft, an der geplanten Jahrestagung unserer Fachgesellschaft vom 23. bis 26. September 2020 im Congress Center Leipzig festhalten zu können. Nach der kürzlich getroffenen Entscheidung der Bundesregierung, Großveranstaltungen bis Ende Oktober weitgehend zu untersagen, hat der Vorstand der DGU aus Verantwortung gegenüber den Teilnehmenden in der aktuellen Pandemie-Lage entschieden, den Kongress dieses Jahr nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen“, teilte DGU-Präsident Prof. Jens Rassweiler mit. Die Sicherheit der Besucher habe bei der Entscheidung oberste Priorität gehabt, erläutert Rassweiler.

Mit einer dreitägigen CME-zertifizierten Live-Veranstaltung im Netz, einem „Best-of DGU 2020“ vom 24. bis 26. September 2020, will die DGU den wissenschaftlichen Austausch innerhalb des Fachgebiets dennoch ermöglichen. Die DGU lädt Urologinnen und Urologen aus aller Welt sowie ihre Mitarbeitenden aus den Pflege- und Assistenzberufen zur Online-Teilnahme an ihrem „Best-of DGU 2020“ ein und informiert in Kürze auf der Kongresswebseite www.dgu-kongress.de fortlaufend über das Programm und die Anmeldemodalitäten.

„Mit der Frühjahrsfortbildung der DGU in Form eines interaktiven Live-Webinars haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht. URO-Aktuell 2020 konnte bemerkenswert viele Teilnehmer erreichen, die uns ein sehr positives Feedback gegeben haben“, unterstreicht  Rassweiler. Das Best-of DGU 2020 werde von diesen Erfahrungen profitieren.

DGU-Generalsekretär Prof. Maurice Stephan Michel blickt derweil schon voraus. „Zugleich sind wir aber optimistisch, dass wir im nächsten Herbst beim 73. DGU-Kongress in Stuttgart mit Prof. Arnulf Stenzl als Präsidenten ein spannendes Konzept und Programm mit gewohnt persönlichem Austausch vor Ort verwirklichen können“, so Michel. Für Jens Rassweiler ist es hingegen sicher eine Enttäuschung, denn eine DGU-Präsidentschaft ohne Kongress ist bitter.

Quelle: DGU/fgr
Bild: DGU/Solcher

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