Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ein Konzept zur Gewährleistung des Miteinanders von COVID-19-Bereitschaftsdienst und Regelversorgung in den Krankenhäusern vorgelegt.

Mit diesem bundesweiten Orientierungsrahmen soll den Ländern die Möglichkeit gegeben werden, unter Beachtung regionaler Besonderheiten eine schrittweise Rückkehr in die Regelversorgung zu ermöglichen. „Die Krankenhäuser […] haben sich mit absoluter Priorität auf die Versorgung von möglicherweise vielen COVID-19-Patienten konzentriert […] Nun ist aber der Wiedereinstieg in die Regelversorgung erforderlich. Dabei müssen wir eine gesunde Balance mit der COVID-19-Versorgung finden“, erklärte DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß.

Nach Ansicht der Kliniken müsse die Politik nun klare Regelungen zum Umfang der für COVID-19-Patienten freizuhaltenden Allgemein- und Intensivbetten und für die Priorisierung der Regelversorgung festlegen. Ein klarer Orientierungsrahmen sei notwendig. „Es ist wichtig, dass das Personal zum Betreiben der für COVID-19-Patienten freigehaltenen Betten kurzfristig einsatzbereit sein muss. Und wir benötigen hausindividuell ein Maximum an Infektionsprävention, wenn wir wieder in die Regelversorgung einsteigen. Das beinhaltet auch, Behandlungsbereiche räumlich zu trennen“, so Gaß.

Vorrangig muss nun die Versorgung für drei Gruppen ins Auge gefasst werden:

  • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung die Lebenserwartung verkürzen würde, auch im Verdachtsfall.
  • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung zu einer dauerhaften und unverhältnismäßigen Funktionseinschränkung führen würde, auch im Verdachtsfall.
  • Patienten mit deutlich lebensqualitätseinschränkenden Symptomen.

Quelle: Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (DKG)
Bild: DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß, Foto: Runkel

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare