Trotz ansteigender COVID-19-Zahlen haben es Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geschafft, sich auf einen neuen Entgeltkatalog der deutschen Krankenhäuser für 2021 zu einigen. Der Fallpauschalen-Katalog ist seit 2004 Abrechnungsgrundlage für rund 19 Millionen stationäre Fälle pro Kalenderjahr und steuert ein Finanzierungsvolumen von über 75 Milliarden Euro.

Nach der Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen in diesem Jahr ging es für 2021 um die Abgrenzung der Pflegepersonalkosten. Positiv hervorzuheben ist, dass das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) bereits erste Schritte zur Abbildung von Patienten mit einer COVID-Erkrankung im Fallpauschalensystem für 2021 vollzogen hat. Außerdem wurde die Vergütung der Behandlung von Kindern weiter verbessert. So wurden neue unbewertete teilstationäre DRGs für Kinder in den Katalog aufgenommen.

Der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum erklärt dazu: „Wir begrüßen, dass wir auf Bundesebene diese Klarheit geschaffen haben, und vertrauen darauf, dass sich die Budgetverhandlungen dann auch nach diesem Geist der Vereinbarungen richten werden.“ Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband, hebt hervor: „Es ist erfreulich, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist, bei diesem komplexen Verhandlungsprozess doch noch zu einer Einigung zu kommen. Insbesondere die Klarstellungen zum Pflegebudget sollen bereits die aktuellen Budgetverhandlungen von dem erheblichen Konfliktpotential befreien.“

Der Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), Florian Reuther,

lobt: „Auch unter den zusätzlichen Aufgaben der COVID-19-Pandemie ist es gelungen, das DRG-System in gewohnter Weise konstruktiv weiterzuentwickeln.”

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V., 06.11.2020

Foto: Adobe Stock

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