Prostata

Wie sieht die optimale Früherkennung des Prostatakarzinoms 2020 aus? Das DGU-Forum zum PCa-Screening enthielt am ersten Tag des DGU-Kongresses in der Leipziger Messe ein Bündel an vielversprechenden Ansätzen.

PD Dr. Christian Arsov, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der urologischen Universitätsklinik Düsseldorf, befasste sich mit dem Risiko-adaptierten PSA-Screening nach Maßgabe der PROBASE-Studie. Weitere Elemente sind das multiparametrische Prostata-MRT, Risikokalkulatoren auf Big-Data-Basis sowie PSA-Subfraktionen und neue Urinmarker. „Durch einen Baseline-PSA-Wert können ca. 90 % einer Niedrigrisiko-Gruppe zugeordnet werden“, berichtete Arsov aus der PROBASE-Studie. Suspekte PSA-Werte müssen vor einer Biopsie durch einen zweiten Test bestätigt werden. In der Bildgebung ruhen aktuell viele Hoffnungen auf der MRT. „Die Kombination aus MRT-Parametern und etablierten klinischen Parametern kann das individuelle PCa-Risiko besser voraussagen.“

Etwa die Hälfte der Biopsien können vermieden werden

Das Ergebnis ist überzeugend: Ein kombinierter diagnostischer Pfad aus MRT und PSA könne etwa 50 % der Biopsien vermeiden und den Anteil signifikanter Prostatakarzinome unter den detektierten Tumoren erhöhen, so Arsov. Experimentellen Charakter haben derzeit noch Urin- und Serummarker, die noch nicht in der klinischen Routinen etabliert sind. Zu den PSA-Subfraktionen zählen Kallikreine und 4K Panel, zu den neuen Urinmarkern SelectMDx, HOXC6, DLX1 sowie T2:ERG.

Prostata

Eine Risiko-adaptierte Strategie ist das Ziel der modernen Früherkennung des Prostatakarzinoms (Bild: AdobeStock).

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