Upgrades für zwei Konnektoren stehen zur Verfügung

Zum offiziellen Start der elektronischen Patientenakte in der Versorgung am 1. Juli steht die Technik für die Praxen noch nicht flächendeckend bereit. Wie die gematik mitteilte, gibt es jetzt für zwei Konnektoren ein entsprechendes Upgrade. Nach der secunet AG habe nun auch die Firma Research Industrial Systems Engineering (RISE) Forschungs-, Entwicklungs- und Großprojektberatung GmbH die Zulassung des benötigten Konnektor-Upgrades von der gematik erhalten, hieß es.

Die Zulassung für das entsprechende Upgrade der CompuGroup Medical (CGM) folge in wenigen Wochen. Ärztinnen und Ärzte könnten es bereits jetzt bestellen, erklärte gematik-Geschäftsführer Leyck Dieken. KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen sprach von einem „eher symbolischen Startsignal“. Die elektronische Patientenakte (ePA) werde irgendwann zukünftig zum Versorgungsalltag gehören, das werde aber noch einige Zeit dauern. Denn anfangs stünden im Wesentlichen PDF-Ordner bereit, die nicht gerade einen schnellen Überblick beispielsweise über die Vorerkrankung der Patienten ermöglichten.

KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel wies auf die fehlende technische Ausstattung hin, die es den Praxen noch nicht ermögliche mit der ePA zu arbeiten. Er appellierte zugleich an die Ärzte, die Komponenten zu bestellen und zu installieren, sobald sie verfügbar seien. Ansonsten drohe ihnen laut Gesetz ein Honorarabzug von einem Prozent.

Für das Befüllen und Auslesen der ePA benötigen Praxen neben einem Anschluss an die Telematikinfrastruktur ein Software-Update für den ePA-Konnektor und ein ePA-Modul für ihr Praxisverwaltungssystem (PVS). Daneben ist rechtlich ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) notwendig.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Abb.: Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen sieht den offiziellen Start der ePA eher als symbolischen Akt. Foto Runkel

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