Bis zum 30. September besteht die Möglichkeit der Teilnahme an der Querschnittsstudie zur Evaluation der beruflichen und privaten Zufriedenheit ausländischer Ärzte in urologischen Kliniken Deutschlands (EUTAKD-Studie) über das Online-Tool Survey-Monkey. Initiator der Studie ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit Unterstützung der German Society of Residents in Urology (GeSRU). An der Studie kann über den unten stehenden QR-Code teilgenommen werden.

In deutschen Krankenhäusern kann derzeit ein Teil des gravierenden Ärztemangels durch die Einstellung ausländischer Ärzte kompensiert werden. Auch die urologischen Kliniken Deutschlands profitieren von der in den vergangenen Jahren zunehmenden Immigration ausländischer Ärzte. Eine gelungene Integration der ausländischen Kollegen weist stets eine fachliche, soziale und sprachliche Komponente auf. Um die spezifischen Vorerfahrungen, die mitunter stark differieren, optimal stärken und fördern zu können, sollte der Status quo bekannt sein.

Validierte Daten zur Integration ausländischer Urologen fehlen

Es liegen aktuell jedoch keine durch Studien abgesicherten Erkenntnisse vor, welche Erwartungshaltung und Karrierepläne ausländische Ärzte mit ihrer Arbeitstätigkeit in den deutschen urologischen Kliniken verbinden und welche berufliche Zufriedenheit aus ihrer klinischen Beschäftigung folgt. In der Arbeitsgruppe Urologischer Oberärztinnen und Oberärzte der DGU wurde ein 42 Items umfassender Fragebogen entwickelt, der neben Angaben zur persönlichen und beruflichen Zufriedenheit der in den urologischen Kliniken Deutschlands angestellten ausländischen Ärzte auch spezifische für den urologischen Arbeitsalltag relevante Fragestellungen evaluiert. Die geplante Studie wird somit erstmalig Daten generieren über das konkrete berufliche Arbeitsumfeld ausländischer Urologen in deutschen Kliniken, um daraus gezielte Entwicklungs- und Förderungsprogramme vorschlagen zu können.

Mehr Integration von Urologen mit Migrationshintergrund

Hieraus soll das Konzept einer besseren Integration ausländischer Ärzte in den Urologischen Kliniken Deutschlands folgen, was perspektivisch durch die Stärkung interkultureller Kompetenzen, eine gezielte Weiterentwicklung fachspezifischer Kenntnisse und die Begleitung bei individuellen beruflichen Zielstellungen (Karriereplänen) erreicht werden soll. Der Studientitel der avisierten Survey- Studie lautet: Einschätzung ihres urologischen Arbeitsumfeldes durch ausländische Klinikärzte in Deutschland (EUTAKD–Studie). Die Studie richtet sich an alle aktuell an einer urologischen Klinik in Deutschland arbeitenden Ärzte mit Migrationshintergrund, die zur Zeit ihrer Geburt im Ausland keine deutsche Staatsbürgerschaft hatten. Die Teilnahme steht auch dann offen, wenn diese Urologen mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben bzw. diese anstreben. Methodisch wird die Umfrage online über Survey-Monkey mit 42 Items erfolgen. Die Zirkulation des Links wird über den breit etablierten E-Mail-Verteiler der GeSRU gewährleistet. Die Umfrage ist vom 1. August bis zum 30. September 2020 geöffnet. Die EUTAKD-Studie verfügt über ein Ethikvotum, das auch die Pseudoanonymisierung der Datenauswertung garantiert, und natürlich auch über das Mandat der GeSRU. Eine Förderung der EUTAKD-Studie wurde von der renommierten Hans-Neuffer-Stiftung bewilligt.

Der Link zur Studienteilnahme: https://de.surveymonkey.com/r/WSPPF53

Bild: https://de.surveymonkey.com/r/WSPPF53

Autor

Prof. Dr. med. Matthias May

St. Elisabeth Klinikum Straubing

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare