Dr. Stefan Machtens, Leiter der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach, wurde für seine Verdienste in der Forschung und Behandlung des Prostatakarzinoms sowie für sein langjähriges Engagement für die Prostatakrebs-Selbsthilfe mit der Ehrenmitgliedschaft des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) ausgezeichnet. Machtens engagiert sich seit 2007 ehrenamtlich für den BPS.

Machtens leitet ehrenamtlich BPS-Seminare zum Thema Fortgeschrittenes medizinisches Wissen zum Prostatakrebs und trägt damit zur Erweiterung und Verfestigung der Kenntnisse der BPS-Mitglieder bei, heißt es in der Pressemitteilung des BPS. Wie Günter Feick in seiner Laudatio für Machtens betonte, sind „Dr. Machtens Rat und Tat für die Prostatakrebs Selbsthilfe eine allzeit wertvolle und verlässliche Hilfe. Er ist ein Freund und Unterstützer des BPS und seine Ehrenmitgliedschaft in unserem Verband auch eine Auszeichnung für den BPS selbst.“

Quelle: Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.

Geschlechtsspezifische Leistungen ohne geschlechtsorganbezogenen Inhalt können auch bei  Intersexualität und Transsexualität mit der dafür vorgesehenen Gebührenordnungsposition abgerechnet werden. Dazu hat der Bewertungsausschuss zum 1. Juli 2019 die Allgemeinen Bestimmungen des EBM angepasst.  

Danach sind Leistungen auch dann berechnungsfähig, wenn die personenstandsrechtliche Zuordnung nicht der Geschlechtszuordnung der Anspruchsberechtigten der jeweiligen Gebührenordnungsposition (GOP) entspricht. Es spielt also keine Rolle, welches Geschlecht im Pass des Patienten steht.

Ein Bespiel für solche geschlechtsspezifischen Leistungen ohne geschlechtsorganbezogenen Inhalt ist das Ultraschallscreening auf Bauchaortenaneurysmen, auf das Männer ab 65 Jahren Anspruch haben. Die Untersuchung kann jetzt auch bei Intersexualität und Transsexualität durchgeführt und mit den üblichen GOP 01747 und 01748 abgerechnet werden. Voraussetzung ist, dass eine medizinische Begründung einschließlich des ICD-10-Kodes für Intersexualität und Transsexualität angegeben wird.

Außerdem wurden die Allgemeinen Bestimmungen des EBM entsprechend der Änderung des Personenstandsgesetzes um die Kennzeichnung „D“ für das diverse Geschlecht zum 1. Juli 2019 angepasst. Auf der elektronischen Gesundheitskarte wird „Divers“ ab 1. Oktober 2019 ergänzt.

Nach dem Personenstandsgesetz kann der Personenstand von Neugeborenen außer als „weiblich“, „männlich“ oder „ohne Angabe“ auch mit der Angabe „divers“ in das Geburtsregister eingetragen werden.  Zudem können Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung ihren Eintrag entsprechend ändern oder streichen lassen.

Quelle: KBV

PD Dr. Friedrich-Carl von Rundstedt leitet seit März die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Helios Universitätsklinikums Wuppertal im Kollegialsystem mit dem langjährigen Direktor Prof. Stephan Roth, der selbst noch einige Jahre am Haus bleiben wird. Mit anderen Abteilungen gründen sie das erste „Helios Robotik-Zentrum“.

Von Rundstedt, der bereits seine Facharzt-Ausbildung in Wuppertal absolvierte, kehrt nach zwei USA-Aufenthalten mit DFG-Stipendium und einer mehrjährigen Oberarztzeit in Jena zurück ins Bergische.

Quelle: Helios Gesundheit

Der Anstieg der Syphilis-Erkrankungen, der seit 2010 erkennbar ist, hat sich auch 2017 im Europäischen Wirtschaftsraum EAA (EU plus Norwegen und Island) fortgesetzt. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) rät zu verstärkten Gegenmaßnahmen.

Im Jahr 2017 wurden in den 30 EU/EAA-Ländern 33.189 Syphilisfälle gemeldet. Das sind knapp 10 % mehr als im Vorjahr mit 29.944 bestätigten Infektionen. Die Inzidenz ist damit auf 7,1 Fälle pro 100.000 Einwohner gestiegen. Am höchsten ist sie auf Island mit 15,4 auf 100.000 Einwohner, gefolgt von Malta (13,5), Großbritannien (11,8) und Spanien (10,3). Die geringste Meldequote hatten Kroatien und Portugal mit weniger als 1 Meldung auf 100.000 Einwohner. In Deutschland wurde 2017 bei 7.473 Personen eine Syphilis diagnostiziert. Dies entspricht 9,1 Fällen auf 100.000 Einwohner. Deutschland zählt neben Island, Irland, Großbritannien und Malta zu den Ländern, in denen sich die Rate seit 2010 mehr als verdoppelt hat. Estland und Rumänien meldeten dagegen einen deutlichen Rückgang.

Zwei Drittel (67 %) der Syphilisfälle traten europaweit bei Männern auf, die Sex mit Männern haben (MSM). Auf diese Gruppe ist im Wesentlichen der Anstieg seit 2010 zurückzuführen, was auch auf Deutschland zutrifft (Anteil 66 %). Unter den 33.189 Syphilisfällen waren nur 2.961 Frauen, achteinhalb Mal weniger als bei Männern. Ein seit 2016 bestehender leichter Anstieg der Syphilisrate bei Frauen hat sich laut ECDC auch 2017 fortgesetzt.

 

Der Anstieg der Syphilis bei Männern wird auf die zurückgehende Angst vor Aids zurückgeführt. Eine HIV-Infektion ist kein Todesurteil mehr, seit eine Immunschwäche durch Medikamente weitgehend aufgehalten werden kann. Viele sexuell aktive Männer sehen deshalb keine Notwendigkeit mehr, sich durch Kondome vor einer Infektion zu schützen. Infektionsgefährdet sind insbesondere Männer mit wechselnden Sexualpartnern, zu denen häufig MSM gehören. Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit Emtricitabin/ Tenofovir, die eine HIV-Infektion verhindern kann, dürfte den Trend weiter fördern.

Die ECDC schlägt vor, das Screening bei den MSM zu intensivieren. Parallel zum HIV-Test sollte immer auch ein Syphilis-Test durchgeführt werden, heißt es im aktuellen Trendbericht. Männer mit hohem Risiko (PrEP, hohe Zahl von Sexualpartnern, frühere Syphilis) sollten sich vierteljährlich testen lassen, rät das ECDC. Die Tests können auch an Orten angeboten werden, an denen sich MSM in größerer Zahl zum Sex verabreden.

Über die sozialen Netzwerke könnte über die Infektionsrisiken und die Notwendigkeit von Tests informiert werden. Die ECDC empfiehlt außerdem ein effektives Partnermanagement. Gemeint ist das konsequente Testen der Sexualkontakte von Personen, bei denen eine Syphilis neu diagnostiziert wurde.

Quelle: dpa

Das Ziel einer Evaluationsstudie zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs ist es, den Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level-I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen modernen Standard in der künftigen Versorgung verankern.

Seit dem erfolgreichen Studienbeginn im Juli 2018 haben sich über 100 urologische Praxen und Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt und es konnten bereits über 10 % der vorgesehenen 1.500 Patienten eingeschlossen werden. Eine Teilnahme weiterer urologischer Praxen und Kliniken ist möglich.

In dieser multizentrischen randomisierten Evaluationsstudie (EvEnt-PCA) werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie. Gefördert wird das Projekt mit rund 800.000 Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. 

Prof. Johannes Huber, Vorsitzender der PatientenAkademie der DGU, leitet das Projekt von Anfang an. Er betont den leitlinienbasierten hohen Standard der Information: „Besonders das Konzept der aktiven Überwachung stellt beim nicht-metastasierten PCa hohe Anforderungen an die Betreuung. Um den Mehrwert zu belegen, konnten wir die öffentliche Förderung einer deutschlandweiten Evaluationsstudie erreichen.“

Quelle: Universitätsklinikum Dresden

15. Juli 2019

Neue EBM-Regelungen bei Intersexualität und Transsexualität

Kategorie: News Autor: Anja Zimmermann
Geschlechtsspezifische Leistungen ohne geschlechtsorganbezogenen Inhalt können auch bei Intersexualität und Transsexualität mit der dafür vorgesehenen Gebührenordnungsposition abgerechnet werden. Dazu hat der Bewertungsausschuss zum 1. Juli 2019 die…