Nebenwirkungen von Medikamenten können gravierende Folgen haben. Das Melden von  Nebenwirkungen durch Ärzte trägt dazu bei, Arzneimittel sicherer zu machen. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat daher einen kompakten Leitfaden für Ärzte entwickelt.

Berichte über Nebenwirkungen seien wichtig, um frühzeitig Informationen über mögliche Risiken eines Arzneimittels unter Alltagsbedingungen zu erhalten, betont die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ).Nur dann könnten auch zeitnah Maßnahmen für eine höhere Sicherheit eingeleitet werden. Der von der Arzneimittelkommission erarbeitete Leitfaden informiert, welche Nebenwirkungen gemeldet werden sollten, welche Daten eine Meldung enthalten soll und was damit geschieht. Auch werden Empfehlungen zum Datenschutz und zur ärztlichen Schweigepflicht bei Nebenwirkungsmeldungen gegeben.

Es sollen vor allem die Nebenwirkungen gemeldet werden, die aus Sicht der behandelnden Ärzte relevant erscheinen. Dabei reicht ein Verdacht, dass ein Zusammenhang mit dem eingenommenen Arzneimittel besteht. Die Schwelle einer derartigen Meldung ist bewusst niedrig gehalten. Von besonderem Interesse sind aber auch Nebenwirkungen, die nicht in der Produktinformation aufgeführt sind sowie von Arzneimitteln, die weniger als fünf Jahre auf dem Markt sind.

Die AkdÄ bewertet jede gemeldete Nebenwirkung. Ausgewählte Fälle werden in Konferenzen diskutiert, bei denen medizinische Experten, Vertreter der zuständigen Behörden und der Giftnotrufzentralen anwesend sind. Formulare zum Melden von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind auf der Website der AkdÄ hinterlegt. Alternativ kann der ausgefüllte Berichtsbogen per E-Mail, Fax oder Post an die AkdÄ gesendet werden. https://www.akdae.de/

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

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