Das Ziel einer Evaluationsstudie zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs ist es, den Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level-I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen modernen Standard in der künftigen Versorgung verankern.

Seit dem erfolgreichen Studienbeginn im Juli 2018 haben sich über 100 urologische Praxen und Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt und es konnten bereits über 10 % der vorgesehenen 1.500 Patienten eingeschlossen werden. Eine Teilnahme weiterer urologischer Praxen und Kliniken ist möglich.

In dieser multizentrischen randomisierten Evaluationsstudie (EvEnt-PCA) werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie. Gefördert wird das Projekt mit rund 800.000 Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. 

Prof. Johannes Huber, Vorsitzender der PatientenAkademie der DGU, leitet das Projekt von Anfang an. Er betont den leitlinienbasierten hohen Standard der Information: „Besonders das Konzept der aktiven Überwachung stellt beim nicht-metastasierten PCa hohe Anforderungen an die Betreuung. Um den Mehrwert zu belegen, konnten wir die öffentliche Förderung einer deutschlandweiten Evaluationsstudie erreichen.“

Quelle: Universitätsklinikum Dresden

15. Juli 2019

Neue EBM-Regelungen bei Intersexualität und Transsexualität

Kategorie: News Autor: Anja Zimmermann
Geschlechtsspezifische Leistungen ohne geschlechtsorganbezogenen Inhalt können auch bei Intersexualität und Transsexualität mit der dafür vorgesehenen Gebührenordnungsposition abgerechnet werden. Dazu hat der Bewertungsausschuss zum 1. Juli 2019 die…