„Die Widerspruchslösung zwingt niemanden dazu, Organe zu spenden. Sie nimmt die Menschen aber in die Pflicht, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden. Angesichts der knapp 10.000 schwerkranken Menschen auf der Warteliste sollte das für jeden zumutbar sein“, so BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor der Expertenanhörung zur Organspende im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags.

Reinhardt betonte, dass der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und anderen eingebrachte Antrag für eine doppelte Widerspruchslösung auch eine Befragung der nächsten Angehörigen vorsehe, wenn kein Eintrag vorliege. Von einem Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Menschen könne deshalb keine Rede sein. Trotz vorhandener großer Spendenbereitschaft in der Bevölkerung sei seit zehn Jahren keine durchschlagend positive Entwicklung der Spenderzahlen zu verzeichnen. Als untauglich hat sich nach Auffassung der BÄK die derzeit im Transplantationsgesetz geregelte sogenannte Entscheidungslösung erwiesen.

Quelle: BÄK

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