Vor wenigen Minuten ging die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Urologie im Internationalen Congresscenter Stuttgart zu Ende. Die Mitglieder wählten Prof. Jürgen Gschwendt, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, zunächst zum DGU-Vizepräsidenten und dann für 2024 zum DGU-Präsidenten. Außerdem wurden fünf Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt:

  • Ressort Wissenschaft und Praxis: Dr. Thomas Speck (niedergelassen) und Prof. Daniela Schultz-Lampel (Klinik)
  • Ressort Fort- und Weiterbildung: Prof. Marc-Oliver Grimm
  • Schatzmeister (Ressort Haushalt / Finanzen): Prof. Christian Bolenz

Prof. Jürgen Gschwendt aus München wurde zum DGU-Vizepräsidenten für 2022 und 2023 sowie zum Präsidenten im Jahr 2024 gewählt. (Foto © Runkel)
Prof. Jürgen Gschwendt aus München wurde zum DGU-Vizepräsidenten für 2022 und 2023 sowie zum Präsidenten im Jahr 2024 gewählt. (Foto © Runkel)

Die DGU-Mitglieder billigten zudem Satzungsänderungen im Hinblick auf die Wahlmöglichkeiten für Generalsekretär und Schatzmeister. Falls keine neuen Bewerber für diese Ehrenämter zur Verfügung stehen, können beide Amtsträger beliebig oft auf jeweils zwei Jahre wiedergewählt werden. Die Amtszeit des Generalsekretärs beträgt in den ersten beiden Amtsperioden drei Jahre, danach dann jeweils zwei Jahre. Die Amtszeit des Schatzmeisters beträgt in der ersten Amtsperiode drei Jahre, danach dann jeweils zwei Jahre. Alle übrigen Vorstandsmitglieder dürfen zweimal wiedergewählt werden. Die Startperiode dauert drei Jahre und die zweite und dritte Amtszeit jeweils zwei Jahre. Die übrigen Mitglieder des Vorstands dürfen sich nach Beendigung ihrer Tätigkeit auch für die Ämter des Generalsekretärs sowie des zweiten Vizepräsidenten bewerben.

Neue Reibeflächen in der Berufspolitik?

Berufspolitischer Zündstoff könnte noch ein beschlossener Antrag eines Mitglieds unter dem Punkt „Verschiedenes“ werden. Danach wird sich der DGU-Vorstand mit der Gründung eines Dachverbands Urologie befassen, der als Dachorganisation über DGU und BvDU sowie GeSRU angeordnet werden soll, um allen Urologen eine verbandspolitische Heimat zu geben. Konkret sollen paritätisch Mitglieder aller Verbände in den Dachverband entsandt werden, um gemeinsame Fragen des Fachgebiets gemeinsam zu behandeln. Es bleibt abzuwarten, ob der Berufsverband dieser neuen Konstruktion eine Chance geben wird, die man je nach Ausformung des Dachverbands als Wiedervereinigung des Fachgebiets verstehen könnte (fgr).