Die Honorarumsätze der Vertragsärzte sind in der zweiten Jahreshälfte 2019 im Bundesdurchschnitt leicht gestiegen. Im Vergleich zu den Vorjahresquartalen war im dritten Quartal ein Plus von 3,4 Prozent zu verzeichnen, im vierten Quartal von 1,4 Prozent. Dies zeigen die Honorarberichte 3/2019 und 4/2019, die die KBV jetzt veröffentlicht hat. Der durchschnittliche Honorarumsatz pro Arzt betrug in beiden Quartalen jeweils knapp 57.000 Euro (vor Abzug aller Kosten). Der Umsatz je Behandlungsfall belief sich auf rund 70 Euro (+2,1%) im dritten Quartal und auf rund 71 Euro (+2,7%) im vierten Quartal.

Im fachärztlichen Bereich betrug der Honorarumsatz im Schnitt rund 56.000 Euro (+3,4%) im dritten Quartal und rund 57.000 Euro (+1,9%) im vierten Quartal. Je Behandlungsfall lag der Umsatz bei 71 Euro (+2,3%) beziehungsweise bei 72 Euro (+3,8 %).

Die Gesamtvergütung stieg im dritten Quartal 2019 um 3,8 % auf 364,5 Millionen Euro, im vierten Quartal um 3,4 % auf 331,4 Millionen Euro an. Auffällig ist dabei ein überproportionaler Anstieg der Vergütung außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (aMGV) um 11,3 % beziehungsweise 19,4 %, während die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) nahezu konstant geblieben beziehungsweise im vierten Quartal sogar um 4,8 % gesunken ist. Ein Grund für diese Entwicklung sind die Auswirkungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), das Mitte Mai 2019 in Kraft getreten war.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Abb.: Die Gesamtvergütung stieg in den Praxen im dritten Quartal 2019 um 3,8 % auf 364,5 Millionen Euro, im vierten Quartal um 3,4 % auf 331,4 Millionen Euro an.

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