Urologen, die an der Onkologie-Vereinbarung teilnehmen, müssen aufgrund der Coronavirus-Pandemie für das Jahr 2020 weniger Fortbildungen nachweisen. Die KBV hat sich mit dem GKV-Spitzenverband auf eine entsprechende Sonderregelung verständigt.

Um die Genehmigung zur Teilnahme an der Onkologie-Vereinbarung aufrechtzuerhalten, müssen Ärzte bestimmte Nachweise jahresbezogen bis zum 31. März des Folgejahres bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung einreichen.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit einhergehenden Absage oder Verschiebung von zahlreichen Kongressen und Fortbildungen sind für viele Ärzte die geforderten Nachweise derzeit nur schwer zu erreichen. KBV und GKV-Spitzenverband haben daher eine Sonderregelung für das Kalenderjahr 2020 vereinbart.

So müssen Ärzte für das Jahr 2020 anstatt 50 nur 30 CME-Punkte nachweisen. Außerdem reicht es aus, wenn Ärzte an einer industrieneutralen, durch die Ärztekammer zertifizierten Pharmakotherapieberatung oder an einer von den Krankenkassen angebotenen Online-Pharmakotherapieberatung teilnehmen. Eigentlich sieht die Onkologie-Vereinbarung die Teilnahme an mindestens zwei solcher Beratungen vor.

Die Details der Sonderregelung sind in einer neuen Nummer 7 im Paragrafen 7 der Onkologie-Vereinbarung geregelt (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte). Die Sonderreglung betrifft nicht die Mindestpatientenzahlen, die Fortbildung des Personals und die stichprobenweise Überprüfung der einheitlichen Dokumentation.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Oktober 2020

(Foto: Präsenz-Fortbildungen wie hier 2019 sind in diesem Jahr nicht möglich. Deshalb gelten CME-Sonderregelungen.)

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