Laut einer Metaanalyse führt eine mittels MRT(Magnetresonanztomografie) gesteuerte Biopsie (MRT-TB) im Vergleich zur systematischen Biopsie bei Personen mit Verdacht auf Prostatakarzinom zu folgenden Ergebnissen: Sie erhöht die Erkennungsrate klinisch signifikanter Tumoren um 16 %. Sie vermeidet Biopsien in 34 % der Fälle bei Personen mit klinisch nicht-signifikantem PCa und sie benötigt weniger Biopsiekerne.

Mit einer MRT-TB-Strategie können Personen identifiziert werden, die von einer Behandlung profitieren, und bei einer Erkrankung mit niedrigem Risiko können unnötige Biopsien und Übertherapierung vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Metaanalyse, die 76 Studien umfasste (einschließlich 8 randomisierte Studien) sowie 14.709 Personen mit Verdacht auf Prostatakrebs, die nach einer Recherche in den Datenbanken von PubMed, Embase, Web of Science, Cochrane Library und Clinicaltrials.gov identifiziert worden waren. Finanziert wurde die Analyse vom United Kingdom National Institute for Health Research.

Mit einer MRT-TB wurden mehr Patienten mit klinisch signifikantem (56 Studien; Erkennungsratenverhältnis [DR]: 1,16; p < 0,0001) und weniger mit klinisch nicht-signifikantem Tumor entdeckt (46 Studien; DR: 0,66; p < 0,0001) als mit einer systematischen Biopsie. Der Anteil von Positivbefunden in den Kernen war mit einer MRT-TB signifikant höher als mit einer systematischen Biopsie (18 Studien; 31 % vs. 11 %; relatives Risiko: 3,17; p < 0,0001). Kein Unterschied wurde in der Krebserkennung allgemein beobachtet (DR: 1,02 p = 0,49).

Studie: Kasivisvanathan V, Stabile A, Neves JB, Giganti F, Valerio M, Shanmugabavan Y, Clement KD, Sarkar D, Philippou Y, Thurtle D, Deeks J, Emberton M, Takwoingi Y, Moore CM. Magnetic Resonance Imaging-targeted Biopsy Versus Systematic Biopsy in the Detection of Prostate Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis. Eur Urol. 2019 May 23 [Epub ahead of print]. doi: 10.1016/j.eururo.2019.04.043. PMID: 31130434

Quelle: Univadis

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