10-Jahres-Daten einer Studie mit 134 Patienten mit einzelnen, sporadisch aufgetretenen Nierenzellkarzinomen sprechen für eine perkutane Kryoablation bei Patienten im Stadium I. Die perkutane Kryoablation erreichte bessere Überlebensraten als die nach einer Nephrektomie. Wie J. Morkos und Kollegen gerade in Radiology publiziert haben, ist das Risiko für eine metachrone Erkrankung und Hämolyse unter perkutaner Kryoablation gering.

Die Wissenschaftler verglichen die Überlebensraten mit Kohorten der National Cancer Datenbank (NCDB). Das mittlere Follow-up betrug 7,4 Jahre. Das Gesamtüberleben betrug nach fünf Jahren 87 % und nach zehn Jahren 72 %. Das rezidivfreie Überleben erreichte 85 % bzw. 69 % nach fünf bzw. zehn Jahren. Das krankheitsspezifische Überleben lag in beiden Zeiträumen bei 94 %. Während des Follow-ups betrug das Risiko einer metachronen Erkrankung 6 % und das einer Hämodialyse 2,3 %.

Ein Vergleich zur partiellen bzw. radikalen Nephrektomie ergab für die Operationen signifikant schlechtere Ergebnisse in Relation zur perkutanen Kryoablation. Nach fünf bzw. zehn Jahren lag das OS für die partielle Nephrektomie bei 78 % (p=0,02) bzw. 49 % (p=0,001). Nach radikaler Nephrektomie ermittelten die Wissenschaftler Werte von 67 % (p < 0,01) bzw. 43 % (p < 0,001). Zumindest für Stadium-I-RCC scheint die perkutane Kryoablation die Therapie der ersten Wahl zu sein.

Quelle: Morkos J, Porosnicu Rodriguez KA, Zhou A, Kolarich AR, Frangakis C, Rodriguez R, Georgiades CS. Percutaneous Cryoablation for Stage 1 Renal Cell Carcinoma: Outcomes from a 10-year Prospective Study and Comparison with Matched Cohorts from the National Cancer Database. Radiology. 2020 Jun 9 [Epub ahead of print]. doi: 10.1148/radiol.2020192325. PMID: 32515677

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