Im Ringen um einen finanziellen Ausgleich für die steigenden Hygienekosten in Arztpraxen konnte die KBV einen ersten Teilerfolg erzielen. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat entschieden, dass alle Haus- und Fachärzte bei direktem Patientenkontakt ab 1. Januar einen Hygienezuschlag erhalten. Der Beschluss wurde gegen die Stimmen der Krankenkassen gefasst. „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, auch mit Blick auf die seit Jahren andauernden Verhandlungen zu den Hygienekosten.

Mit den Zuschlägen zu den Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen sollen die gestiegenen allgemeinen Hygienekosten berücksichtigt werden, die unter anderem für die geforderte Verwendung sogenannter Safety-Produkte sowie für Hygieneberatung und Fortbildung anfallen. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen dafür im kommenden Jahr 98 Millionen Euro bereitstellen. Pro Praxis ergibt sich demnach ein Zuschlag von zwei Punkten (rund 22,5 Cent), der ab Januar zu jeder Grund-, Versicherten- und Konsiliarpauschale gezahlt wird. Ausgenommen sind Fälle, die ausschließlich über Videokontakte stattfinden. Der Zuschlag ist für alle Fachgruppen einheitlich, da die Hygienekosten pro Fall ähnlich sind.

Zu sehen sind Hygien-Artikel, wie Masken und Desinfktionslösung. Bildunterschrift: Mit dem Hygienezuschlag für Haus- und Fachärzte soll u. a. die geforderte Verwendung sogenannter Safety-Produkte finanziell abgefangen werden. (Symbolbild © Milan – stock.adobe.com)
Mit dem Hygienezuschlag für Haus- und Fachärzte soll u. a. die geforderte Verwendung sogenannter Safety-Produkte finanziell abgefangen werden. (Symbolbild © Milan – stock.adobe.com)

Quelle: KBV (>>zur Pressemitteilung)

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