Ein Team des Kinderwunschzentrums Dortmund hat Nikotin und sein Hauptabbauprodukt Cotinin erstmals auch bei ausschließlichem Konsum von E-Zigaretten in der Flüssigkeit gemessen, die die Eizell-Follikel umgibt.

Der Reproduktionsbiologe Dr. Tom Trapphoff hat in seiner Studie die Follikelflüssigkeit von 150 Kinderwunsch-Patientinnen auf diese Schadstoffe hin analysiert. Das Ergebnis präsentierte das Team beim 9. Kongress des Dachverbands Reproduktionsbiologie und –medizin (DVR).

In der Studiengruppe mit 46 rauchenden Frauen war Nikotin in 24 % und Cotinin in 76 % der Proben nachzuweisen. Zudem wurden auch die Proben von drei Frauen untersucht, die ausschließlich „dampften“. Ihre Proben erwiesen sich als vergleichbar belastet, wie das Team ermittelte.

Autorin: Dr. Renate Leinmüller

Quelle: Deutsches IVF Register e.V.

Eine Frau bläst Dampf/Rauch aus ihrem Mund. Bildunterschrift: Auch bim Dampfen lagern sich Schadstoffe in der Flüssigkeit ein, die die Eizell-Follikel umgeben. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch auf das Dampfen verzichten. © lassedesignen - stock.adobe.com
Auch bim Dampfen lagern sich Schadstoffe in der Flüssigkeit ein, die die Eizell-Follikel umgeben. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch auf das Dampfen verzichten. © lassedesignen – stock.adobe.com