Der Angsttraum vieler niedergelassener Urologen könnte bald Realität werden. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, Enfant Terrible und populärer Pandemie-Erklärer, bringt sich in Position für ein Ministeramt in der nächsten Bundesregierung. Wie er dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ verriet, möchte er Bundesgesundheitsminister werden. Er empfinde die Aufgabe als „reizvoll“ und zeigt sich überzeugt, dass „mich diese Aufgabe nicht überfordern würde“.

Lauterbach verbindet die Ankündigung mit dem Glauben an ein gutes Wahlergebnis der SPD, was zumindest nach derzeitigem Stand eher schwierig wird. Meinungsumfragen sehen die Partei zwischen 14 und 16% maximal. Allerdings führt seine spezielle Persönlichkeit dazu, dass Lauterbach selbst in der SPD eher unbeliebt ist. Der Leverkusener Bundestagsabgeordnete landete auf der NRW-Landesliste nur auf Platz 23, was er selbst eher sarkastisch kommentiert hat: „Ich hätte einen besseren Listenplatz nicht abgelehnt.“

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist Lauterbach Dauergast in Talkshows. Der Epidemiologe Lauterbach bewies gute Studienkenntnisse und wurde zum Mahner und Gesicht der Pandemie-Bekämpfung. Im Lager der Querdenker avancierte Lauterbach damit zum Feindbild Nr. 1. Drohmails und Hassbriefe nahmen so Überhand, dass er sich oft nur noch mit Personenschützer in der Öffentlichkeit bewegen kann.

Quelle: Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, Deutsches Ärzteblatt

Abb. : Der SPD-Politiker Karl Lauterbach fühlt sich bereit und befähigt, Bundesgesundheitsminister in der nächsten Regierung zu werden. Foto: Deutscher Bundestag

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