SpiFa startet Kampagne #WartenBisDerArztKommt

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa) startet gemeinsam mit seinen Mitgliedern die Kampagne #WartenBisDerArztKommt, um gegen die im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) vorgesehenen Leistungskürzungen für Patienten zu protestieren.

Im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes soll u. a. die sogenannte Neupatientenregelung zurückgenommen werden. Das würde die ärztliche Versorgung für Neupatienten einschränken. Datenerhebungen würden zeigen, dass die 2019 eingeführte Regelung insbesondere neuerkrankten Menschen zugutekam, berichtet der SpiFa.

SpiFa startet Kampagne
Mit der Kampagne #WartenBisDerArztKommt der SpiFa soll gegen geplante Leistungskürzungen für Patienten protestiert werden (Foto © SpiFa)

Trotz der Betonung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass es im Rahmen des von ihm entworfenen GKV-FinStG zu keinen Leistungskürzungen für die gesetzlich Versicherten komme, würde ein Griff in die finanziellen Rücklagen und die Erhöhung der GKV-Beiträge erfolgen.

Dazu sagt Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa: „Die Neupatientenregelung ohne sachliche Grundlage aus dem Gesetz zu kippen, bedeutet eine Verschlechterung der Versorgung der Menschen in Deutschland. Mit der Kampagne wehren wir uns nun und weisen offensiv auf die drohenden Leistungskürzungen hin. Deutschlands Fachärztinnen und Fachärzte brauchen eine verlässliche Gesundheitspolitik, die endlich die strukturellen Reformen anpackt und die künftige Versorgung sicherstellt, anstatt die eigentlichen Probleme mit einem Flickwerk an Maßnahmen zu übertünchen.“

SpiFa-Hauptgeschäftsführer Robert Schneider ergänzt: „Wir ergreifen im Zuge der Kampagne diverse Protestmaßnahmen und zeigen damit auch den Patienten auf, inwieweit künftig ihre Versorgung eingeschränkt wird. Ob Informationsplakat im Wartezimmer oder Protestaktionen in den Ländern: wir werden den Kampagnen-Ansatz stetig anpassen und dabei auch die noch anstehenden Landtagswahlen ins Visier nehmen.“

Quelle: Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (>>zur Pressemitteilung)

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