Der Zystoskopie-Boykott, zu dem der BvDU bereits im Rahmen des DGU-Kongresses aufgerufen hatte, ist angelaufen. Seit Montag, 18. November, bis Mitte Dezember bieten viele niedergelassene Urologen ihren Patienten diese Leistung nicht mehr an. Der BvDU will mit dieser Protest-Aktion den Druck auf Krankenkassen und Politik erhöhen.

Hintergrund sind die gestiegenen Anforderungen an die Aufbereitung der Endoskope, die nicht vergütet werden. Bei der Durchführung und Aufbereitung der für diese Untersuchung eingesetzten Endoskope gälten für ambulante Praxen dieselben Hygiene-Richtlinien wie in Kliniken, obwohl niedergelassene Urologen nur selten operierten und hauptsächlich mit dem Endoskop diagnostizierten. Das stelle Praxen vor erheblichen finanziellen, logistischen und personellen Aufwand, argumentiert der BvDU.

Auch die Fachgesellschaft DGU hat sich nun in einer Stellungnahme zu dem Thema geäußert. Sie zeigt zwar Verständnis für die Forderung der niedergelassenen Kollegen, die Hygiene-Richtlinien an sich werden jedoch nicht infrage gestellt. Insbesondere lässt sich die DGU nicht auf die BvDU-Kritik an der Gleichbehandlung von diagnostischer und operativer Endoskopie in Bezug auf die Aufbereitungsrichtlinien ein.

Zur Stellungnahme der DGU

Zum Beitrag in UroForum 11/2019

Quelle: DGU/BvDU
Bild: sudok1 – stock.adobe.com

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